Geschichte

 

 

Bracht (Textentwurf-wird noch überarbeitet)

Das Burgwalddorf Bracht ist deutlich über 750 Jahre alt.

1241 wurde Bracht erstmals urkundlich erwähnt.

Es hieß zu dieser Zeit brachtfe. „braht-fe“ ist althochdeutsch und bedeutet soviel wie silbernes/glänzendes Wasser. Die Einwohner von Bracht nennen sich selbst die „Brechter“.

Vorher gab es Ansiedlungen von steinzeitlichen Bandkeramikern (5000 v. Chr.) und Chatten.

Die Chatten waren ein germanischer Volksstamm, der im Bereich der Täler von Eder, Fulda und des Oberlaufes der Lahn seinen Siedlungsschwerpunkt hatte, was zu großen Teilen dem heutigen Nordhessen und z. T. Mittelhessen entspricht. Möglicherweise geht sogar der Name „Hessen“ auf die Chatten zurück.

Ab 772 tobten die fast dreißigjährigen Sachsenkriege auch in der Burgwaldregion. Mit Feuer und Schwert verbreitete Karl der Große das Christentum. Er holte Siedler ins Land um notwendige Grenzbefestigungen vorzunehmen und um die Königshöfe zu versorgen. Aufgrund des reichlich vorhandenen Wassers entstand Bracht in Form einer Rodungssiedlung.

Bevölkerungszuwachs erfuhr die Ansiedlung im 11. Jahrhundert infolge einer Vielzahl an landwirtschaftlichen Verbesserungen, die Produktionssteigerungen ermöglichten. (31)

Die kargen Böden machten den Menschen aber zu allen Zeiten zu schaffen.

Hungersnöte durch witterungsbedingte Ernteausfälle, Pest und Raubrittertum(60) trugen dann zur Landflucht und Veräußerungen von Besitz bei. Kriege (Versorgung der Bevölkerung) benötigten aber wieder die Bestellung der landwirtschaftlichen Flächen. (76)

Mit dem Langsdorfer Vertrag von 1263 wurde Bracht „herrschaftlich“ und somit nach langjährigem Streit zwischen dem Erzbistum Mainz und dem Landgrafen von Hessen schließlich dem Landgrafen zugesprochen.

Der Burgwald war schon im Miittelalter ein beliebtes Jagdgebiet, daher wird angenommen, dass schon im 13 Jahrhundert ein festes Jagdhaus bestand.

Für Häuser, die nicht nur aus Fachwerk, sondern auch aus massiven Bruchsteinen erbaut wurden, bürgerte sich der Name „Burg“ ein.

Für das Brachter Jagd- und Forsthaus gilt dies noch in einem weiteren Sinne, da es seinerzeit an das feindliche weil mainzische Gebiet von Rosenthal angrenzte.

Das „Herrschaftl. Jachthaus“ wird im Jahr 1520 die „Keimzelle der Reformation“ in Hessen. Anfang des 16.jh erfolgte die Reformation ausgehend von den Jagdschlössern in Bracht und Wolkersdorf.

Zwischen den beiden Schlössern wurde seinerzeit der Herrenweg als schnurgerade Kutschenpiste angelegt.

(Heute autofreier Wanderweg)

Durch seine Grenzlage wurde Bracht trotz seiner versteckten Lage im Wald im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) nicht verschont.

Die letzte Rodung erfolgt ab 1950. Dieses Mal (1900) sind die Hauptbeteiligten die Brachter Bürger. (s.78)

Bracht wurde mit der Gebietsreform von 1971 zusammen mit anderen Dörfern zur Gemeinde Rauschenberg zusammengefasst. Zu drei Seiten von Wald umgeben und von dem kleinen Flüsschen Rotes Wasser durchflossen, ist sein Wahrzeichen die bald 300 Jahre alte Dorfkirche (1728 fertiggestellt) aus Buntsandstein.

 

 
   

Quellen: H Naumann; K Dittmar: 750 Jahre Bracht-Herz des Burgwalds; Wetter 1992

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